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Was kostet Google Ads? Realistische Budgets für regionale Handwerks- und Fachbetriebe

Google Ads kostet genau so viel, wie Sie festlegen – entscheidend ist, was am Ende eine Anfrage kostet. Wie die Abrechnung funktioniert, welche Klickpreise realistisch sind und wie regionale Betriebe ein Budget planen, das sich rechnet.

Wer über Google Ads nachdenkt, stellt fast immer zuerst dieselbe Frage: Was kostet das? Die ehrliche Antwort lautet: genau so viel, wie Sie festlegen. Google Ads hat keinen Listenpreis. Sie bestimmen das Budget, Google verteilt es auf die Klicks, die Ihre Anzeigen bekommen.

Die eigentlich wichtige Frage ist eine andere: Was kostet Sie eine Anfrage, und was kostet Sie ein Auftrag? Ein teurer Klick kann günstig sein, wenn daraus ein Auftrag über mehrere tausend Euro wird. Ein billiger Klick kann teuer sein, wenn auf Ihrer Seite niemand anruft.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Google Ads abrechnet, welche Klickpreise in Handwerk und Fachhandel aktuell realistisch sind, wovon Ihre Kosten abhängen und wie Sie als regionaler Betrieb ein Budget planen, das sich rechnet.

So rechnet Google Ads ab: Klick, Auktion, Tagesbudget

Bei Suchanzeigen zahlen Sie nicht für die Einblendung, sondern für den Klick. Sucht jemand in Ihrer Region nach „Badsanierung“ und sieht Ihre Anzeige, entstehen noch keine Kosten. Erst wenn er klickt und auf Ihrer Seite landet, wird abgerechnet.

Die Auktion

Bei jeder Suche entscheidet eine Auktion in Sekundenbruchteilen, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge. Dabei zählt nicht nur das Gebot. Google bewertet auch, wie gut Anzeige und Zielseite zur Suchanfrage passen. Eine passende, hilfreiche Seite kann deshalb bessere Positionen zu niedrigeren Klickpreisen bringen als ein höheres Gebot mit einer schwachen Seite.

Das Tagesbudget

Sie legen fest, wie viel eine Kampagne durchschnittlich pro Tag ausgeben darf. An einzelnen Tagen kann Google laut Google-Ads-Hilfe bis zum Doppelten dieses Betrags ausgeben, um schwankende Nachfrage auszugleichen. Über den Monat werden aber nicht mehr als das 30,4-Fache des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgegeben (Stand 2026). Ihr Monatsbudget bleibt damit planbar.

Was Sie zusätzlich steuern

  • Region: Anzeigen erscheinen nur im festgelegten Umkreis Ihres Betriebs.
  • Suchbegriffe: Sie bestimmen, bei welchen Suchen Ihre Anzeige erscheint und bei welchen nicht.
  • Zeiten: Anzeigen können zum Beispiel nur dann laufen, wenn jemand ans Telefon geht.

Was ein Klick kostet: aktuelle Werte aus Handwerk und Fachhandel

Wie unterschiedlich Klickpreise sind, zeigt unsere eigene Auswertung durchschnittlicher Klickpreise (CPC) für Suchbegriffe, bei denen regionale Betriebe typischerweise werben:

  • „küche kaufen“: ca. 2,27 € pro Klick
  • „badsanierung“: ca. 4,16 € pro Klick
  • „fenster kaufen“: ca. 5,87 € pro Klick
  • „küchenstudio“: ca. 8,81 € pro Klick
  • „treppenlift“: ca. 20,72 € pro Klick
  • „wärmepumpe angebot“: ca. 24,92 € pro Klick

Quelle: Google-Ads-Daten, eigene Auswertung, Durchschnitt Sep 2025 bis Aug 2026, Deutschland.

Die Spanne reicht also von rund 2 bis rund 25 Euro pro Klick. Das sind Durchschnittswerte für Deutschland. In Ihrer Region und zu Ihrem Zeitpunkt können die tatsächlichen Preise darüber oder darunter liegen.

Warum die Unterschiede so groß sind

Hinter teuren Begriffen stehen fast immer hohe Auftragswerte und viele Anbieter, die um dieselben Kunden werben. Wer eine Wärmepumpe oder einen Treppenlift anfragt, steht meist kurz vor einer Entscheidung über einen hohen Betrag. Entsprechend viel sind Anbieter bereit, für diesen Kontakt zu zahlen. Bei „küche kaufen“ dagegen suchen viele Menschen noch sehr allgemein. Der einzelne Klick ist günstiger, aber weniger gezielt.

Wovon Ihre Kosten abhängen

Ob Google Ads für Ihren Betrieb teuer oder günstig ist, entscheiden vor allem vier Faktoren.

1. Branche und Auftragswert

Je höher der typische Auftrag, desto höher meist der Klickpreis. Das ist kein Nachteil, solange der Auftragswert im gleichen Verhältnis steigt.

2. Region

In Ballungsräumen wie München werben in der Regel mehr Betriebe um dieselben Suchanfragen als im ländlichen Raum. Dafür gibt es dort auch mehr Suchende. Auf dem Land ist der Wettbewerb oft kleiner, das Suchvolumen aber auch.

3. Wettbewerb

Werben neben regionalen Betrieben auch überregionale Anbieter und Vermittlungsportale auf dieselben Begriffe, steigen die Preise. Hier hilft es, konkret zu werden: Wer auf Begriffe mit klarer Leistung und Ortsbezug setzt, erreicht weniger, aber passendere Suchende.

4. Qualität der Seite

Der am meisten unterschätzte Faktor. Landet der Klick auf einer Startseite, auf der erst gesucht werden muss, geht ein großer Teil der Besucher wieder. Landet er auf einer Seite, die genau die gesuchte Leistung zeigt, mit echten Fotos, Bewertungen und einem einfachen Weg zur Anfrage, wird aus demselben Klick deutlich häufiger ein Kontakt.

Das richtige Denkmodell: Kosten pro Anfrage statt Kosten pro Klick

Der Klickpreis allein sagt wenig darüber aus, ob sich Google Ads für Sie lohnt. Entscheidend sind drei Kennzahlen, die aufeinander aufbauen:

  • Kosten pro Klick: Was Sie Google für einen Besucher zahlen.
  • Kosten pro Anfrage: Werbebudget geteilt durch die Zahl der Anrufe, Formulare und WhatsApp-Nachrichten.
  • Kosten pro Auftrag: Werbebudget geteilt durch die Aufträge, die daraus entstehen.

Die letzte Zahl stellen Sie Ihrem durchschnittlichen Auftragswert und Ihrer Marge gegenüber. Erst dann wissen Sie, ob ein Klickpreis hoch oder niedrig ist.

 

Ohne Messung bleibt nur das Bauchgefühl

Viele Betriebe schalten Anzeigen, wissen aber nicht, welche Anfragen daraus kommen. Mit sauber eingerichteter Messung sehen Sie, welche Suchbegriffe Anfragen bringen und welche nur Geld kosten. Anrufe über die Anzeige, Formularanfragen und Klicks auf WhatsApp lassen sich erfassen. Das ist die Grundlage, um das Budget dorthin zu lenken, wo es Aufträge bringt.

Rechenbeispiel: Was eine Anfrage zur Badsanierung kosten kann

Ein vereinfachtes Beispiel zeigt, wie stark die Seite hinter der Anzeige das Ergebnis beeinflusst. Der Klickpreis stammt aus unserer Auswertung, die übrigen Werte sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Durchschnittswerte.

  • Monatliches Werbebudget: 1.000 €
  • Klickpreis „badsanierung“: ca. 4,16 € (Google-Ads-Daten, eigene Auswertung, Durchschnitt Sep 2025 bis Aug 2026)
  • Klicks pro Monat: rund 240

 

Variante A: allgemeine Startseite

Angenommen, jeder 40. Besucher meldet sich. Das ergibt rund 6 Anfragen im Monat, also etwa 167 € pro Anfrage. Wird jede vierte Anfrage zum Auftrag, kostet ein Auftrag rund 670 €.

Variante B: Seite, die verkauft

Angenommen, jeder 15. Besucher meldet sich, weil die Seite genau die Badsanierung zeigt: mit echten Fotos, klarem Ablauf, Bewertungen und einer Anfrage in wenigen Klicks. Das ergibt rund 16 Anfragen, also etwa 63 € pro Anfrage. Bei gleicher Abschlussquote kostet ein Auftrag rund 250 €.

Gleiches Budget, gleicher Klickpreis, aber fast dreimal so viele Anfragen. Deshalb beginnt die Frage nach den Google-Ads-Kosten nicht beim Budget, sondern bei der Seite, auf der die Anzeige landet.

Budget planen: So steigen regionale Betriebe sinnvoll ein

Ein Budget lässt sich nicht aus einer Tabelle ablesen. Es lässt sich aber in wenigen Schritten herleiten:

  • Ziel festlegen: Wie viele zusätzliche Aufträge pro Monat wollen und können Sie abarbeiten?
  • Rückwärts rechnen: Wie viele Anfragen brauchen Sie dafür bei Ihrer üblichen Abschlussquote?
  • Klickpreise prüfen: Welche Suchbegriffe nutzen Ihre Kunden, und was kosten sie in Ihrer Region?
  • Seite vorbereiten: Eine eigene Seite pro Hauptleistung, mobil, schnell und mit einfacher Anfrage.
  • Zeit geben: Die ersten Wochen liefern Daten. Erst danach lässt sich seriös sagen, was eine Anfrage kostet.

Setzen Sie das Budget nicht zu knapp an. Reicht es nur für wenige Klicks am Tag, dauert es sehr lange, bis belastbare Zahlen vorliegen.

 

Google allein oder zusammen mit Instagram und Facebook?

Google Ads erreicht Menschen, die bereits aktiv suchen. Anzeigen auf Instagram und Facebook erreichen Menschen im Umkreis, die noch nicht suchen, aber in Frage kommen. Für viele regionale Betriebe ergänzt sich beides gut. Welche Kombination für Ihren Betrieb und Ihre Region sinnvoll ist, klären wir in einer kostenlosen Potenzialanalyse.

Häufige Fragen und praktische Antworten

Gibt es ein Mindestbudget für Google Ads?

Google schreibt kein festes Mindestbudget vor. Sinnvoll ist ein Budget, das genug Klicks liefert, um nach einigen Wochen zu erkennen, was eine Anfrage kostet. Wie hoch das ist, hängt von den Klickpreisen Ihrer Branche und Region ab.

Zahle ich auch, wenn niemand klickt?

Bei klassischen Suchanzeigen nein. Abgerechnet wird der Klick, nicht die Einblendung. Bei anderen Kampagnenarten, etwa bestimmten Display- oder Videoformaten, sind auch andere Abrechnungsmodelle möglich.

Kommen zu den Klickkosten weitere Kosten hinzu?

Die Klickkosten gehen direkt an Google. Hinzu kommen je nach Umsetzung Kosten für Einrichtung, laufende Betreuung und die Seite, auf der die Anzeigen landen. Lassen Sie sich diese Posten in jedem Angebot getrennt ausweisen.

Wie schnell bringt Google Ads Anfragen?

Anzeigen können kurz nach Einrichtung und Freigabe ausgeliefert werden. Bis die Kampagne gut eingestellt ist und die Kosten pro Anfrage stabil sind, vergehen meist einige Wochen.

Zusammenfassung: Nicht der Klick zählt, sondern der Auftrag

Google Ads kostet so viel, wie Sie festlegen. Die Klickpreise reichen je nach Suchbegriff von rund 2 bis rund 25 Euro. Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der einzelne Klick, sondern was am Ende eine Anfrage und ein Auftrag kosten. Den größten Hebel dafür haben Sie selbst in der Hand: eine Seite, die aus Besuchern Anfragen macht.

BLUE THE WEB verbindet für regionale Betriebe beides: eine Seite, die verkauft, und Anzeigen im Umkreis auf Google sowie auf Instagram und Facebook. Die Zusammenarbeit läuft drei Monate fest, und Sie sehen laufend, was eine Anfrage kostet.

 

Der erste Schritt ist eine kostenlose Potenzialanalyse: 30 Minuten am Telefon, per Video-Call oder WhatsApp. Buchen Sie direkt hier Ihren Termin.

Kostenlose Potenzialanalyse30 Minuten am Telefon, per Video-Call oder WhatsAppWir zeigen Ihnen, wie viele Menschen rund um Ihren Betrieb nach Ihrer Leistung suchen, wo Sie bei Google heute stehen und was eine Anfrage realistisch kostet. Ehrlich, auch wenn die Antwort lautet: Sie brauchen uns nicht.

  • Suchanfragen in Ihrer Region, konkret gezählt
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Thomas Schmalzl

Thomas SchmalzlGeschäftsführer, BLUE THE WEB

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