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Google-Unternehmensprofil optimieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Handwerksbetriebe

Für viele Kunden ist Ihr Google-Unternehmensprofil der erste Eindruck von Ihrem Betrieb – noch vor der Website. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Handwerksbetriebe Kategorien, Leistungen, Einzugsgebiet, Fotos, Beiträge und Bewertungen richtig nutzen.

Wer in Ihrer Region nach „Elektriker“, „Badsanierung“ oder „Dachdecker in der Nähe“ sucht, sieht meist zuerst eine Karte mit mehreren Betrieben. Was dort erscheint, stammt aus dem Google-Unternehmensprofil, früher bekannt als Google My Business. Sterne, Fotos, Öffnungszeiten und ein Anruf-Button: Viele Kunden entscheiden an dieser Stelle, welchen Betrieb sie kontaktieren, ohne jemals die Website zu öffnen.

Trotzdem sind viele Profile von Handwerksbetrieben unvollständig. Die Kategorie passt nur ungefähr, Fotos fehlen oder sind Jahre alt, Bewertungen bleiben unbeantwortet. Das kostet Sichtbarkeit und Anfragen, obwohl sich das Profil mit überschaubarem Aufwand verbessern lässt.

In diesem Beitrag erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Google-Unternehmensprofil optimieren: von Kategorien und Leistungen über Einzugsgebiet, Fotos und Beiträge bis zu Bewertungen, Kundenfragen und der Verknüpfung mit Ihrer Website. Alle Funktionen beziehen sich auf den Stand 2026.

Vorbereitung: Profil sichern und Grunddaten prüfen

Bevor Sie optimieren, prüfen Sie, ob Sie Zugriff auf Ihr Profil haben. Suchen Sie Ihren Betriebsnamen bei Google. Erscheint rechts oder auf dem Handy oben ein Profil mit dem Hinweis, dass Sie es beanspruchen können, gehört es noch niemandem. Nach der Bestätigung durch Google verwalten Sie es direkt in der Google-Suche oder in Google Maps.

Name, Adresse, Telefonnummer

Diese drei Angaben müssen überall identisch sein: im Profil, auf Ihrer Website, im Impressum und in Branchenverzeichnissen. Verwenden Sie als Namen den echten Firmennamen, ohne zusätzliche Suchbegriffe. Ein Name wie „Mustermann Heizung Sanitär Solar Landshut günstig“ verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Sperrung führen.

Zugriff im Betrieb regeln

Legen Sie fest, wer das Profil betreut, und hinterlegen Sie mindestens zwei Personen als Verwalter. So bleibt der Zugriff erhalten, wenn jemand den Betrieb verlässt.

Schritt 1 und 2: Kategorien und Leistungen

Die Kategorie ist eine der wichtigsten Angaben im Profil. Sie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen Ihr Betrieb erscheint.

Die Hauptkategorie

Wählen Sie als Hauptkategorie die Leistung, mit der Sie den größten Teil Ihres Umsatzes machen und für die Sie gefunden werden wollen, zum Beispiel „Sanitärinstallateur“, „Elektriker“ oder „Dachdecker“. Geben Sie Suchbegriffe probeweise bei Google ein und schauen Sie, welche Kategorie die oben angezeigten Mitbewerber nutzen.

Weitere Kategorien

Zusätzliche Kategorien ergänzen die Hauptkategorie, etwa „Heizungsbauer“ oder „Badausstatter“. Wählen Sie nur, was Sie wirklich anbieten. Zu viele unpassende Kategorien verwässern das Profil.

Leistungen und Beschreibung

Im Bereich Leistungen können Sie Ihre einzelnen Leistungen eintragen, jeweils mit kurzer Beschreibung. Nutzen Sie dabei die Begriffe, die Ihre Kunden verwenden: „Badsanierung“, „Wärmepumpe einbauen“, „E-Check“. In der Unternehmensbeschreibung fassen Sie in wenigen Sätzen zusammen, was Sie machen, für wen und in welcher Region.

Schritt 3: Das Einzugsgebiet festlegen

Die meisten Handwerksbetriebe arbeiten beim Kunden vor Ort. Für sie ist das Einzugsgebiet wichtig: Es zeigt, in welchen Orten und Regionen Sie Ihre Leistungen anbieten.

  • Bis zu 20 Gebiete: Laut Google-Hilfe können maximal 20 Einzugsgebiete angegeben werden, etwa Städte, Gemeinden oder Landkreise.
  • Realistische Grenzen: Das gesamte Einzugsgebiet sollte nach Google-Vorgabe nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt sein.
  • Adresse ausblenden: Empfangen Sie an Ihrer Adresse keine Kunden, etwa weil der Betrieb von zu Hause aus geführt wird, soll die Adresse laut Google aus dem Profil entfernt werden.

Quelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe, Einzugsgebiete verwalten (Stand 2026).

Geben Sie die Orte an, in denen Sie tatsächlich arbeiten und Aufträge wollen. Ein Einzugsgebiet über halb Bayern wirkt unglaubwürdig und bringt Anfragen, die Sie nicht annehmen.

Schritt 4 und 5: Fotos, Öffnungszeiten und Kontaktwege

Fotos sind im Profil oft das Erste, was ein Kunde anklickt. Sie zeigen, wie Ihr Betrieb arbeitet, und schaffen Vertrauen, bevor der erste Anruf erfolgt.

Welche Fotos ins Profil gehören

  • Logo und ein aussagekräftiges Titelbild
  • Ihr Team, gern bei der Arbeit
  • Fahrzeuge und Betriebsgebäude, damit Kunden Sie wiedererkennen
  • Fertige Projekte, gern als Vorher-Nachher

Laden Sie regelmäßig neue Bilder hoch, zum Beispiel nach jedem größeren Projekt. Echte Handyfotos sind völlig in Ordnung, wenn sie hell und scharf sind. Stockfotos haben im Profil nichts verloren.

 

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Tragen Sie die Zeiten ein, zu denen Sie tatsächlich erreichbar sind, und pflegen Sie Feiertage und Betriebsurlaub als besondere Öffnungszeiten. Nichts ärgert Kunden mehr als ein Profil, das „Geöffnet“ anzeigt, während niemand ans Telefon geht. Hinterlegen Sie außerdem eine Telefonnummer, die zuverlässig besetzt ist, und einen Link zur passenden Seite Ihrer Website.

Schritt 6: Beiträge veröffentlichen

Mit Beiträgen informieren Sie Kunden direkt in der Google-Suche und in Google Maps. Laut Google-Hilfe gibt es drei Arten:

  • Aktuelles: Neuigkeiten aus dem Betrieb, etwa ein abgeschlossenes Projekt oder eine neue Leistung.
  • Angebote: Aktionen, zum Beispiel ein Wartungsangebot vor der Heizperiode.
  • Veranstaltungen: etwa ein Tag der offenen Tür oder ein Ausbildungstag.

Beiträge, die älter als sechs Monate sind, werden archiviert, sofern kein Zeitraum angegeben wurde (Google Unternehmensprofil-Hilfe, Stand 2026). Ein aktives Profil zeigt Kunden, dass Ihr Betrieb läuft.

 

Was sich für Handwerksbetriebe bewährt

Ein Foto eines fertigen Projekts mit zwei, drei Sätzen dazu: Was wurde gemacht, wo ungefähr, was war die Besonderheit. Dazu ein Button zur Anfrage oder zum Anruf. Ein bis zwei Beiträge im Monat reichen völlig aus.

Schritt 7: Bewertungen einholen und beantworten

Bewertungen sind für viele Kunden das entscheidende Kriterium bei der Wahl eines Betriebs. Sie entstehen aber selten von allein. Zufriedene Kunden müssen gefragt werden.

Bewertungen einholen

  • Fragen Sie direkt nach der Abnahme, wenn die Zufriedenheit am größten ist.
  • Nutzen Sie den Bewertungslink aus Ihrem Profil, per WhatsApp, E-Mail oder als QR-Code auf einer Karte.
  • Bieten Sie keine Gegenleistung für Bewertungen an. Das verbieten die Google-Richtlinien.

 

Bewertungen beantworten

Antworten Sie auf jede Bewertung, positiv wie negativ. Ein kurzer, persönlicher Dank reicht bei positiven Bewertungen. Bei Kritik gilt: sachlich bleiben, nicht rechtfertigen, eine Lösung anbieten. Ihre Antworten lesen vor allem künftige Kunden. Sie zeigen, wie Ihr Betrieb mit Problemen umgeht.

Schritt 8: Kundenfragen – was sich geändert hat

Lange gab es im Unternehmensprofil den Bereich „Fragen und Antworten“, in dem Nutzer öffentlich Fragen stellen und Betriebe antworten konnten. Diese Funktion hat Google eingestellt. Die zugehörige Schnittstelle wurde laut Google for Developers am 3. November 2025 abgeschaltet.

Fragen von Kunden beantwortet Google seitdem zunehmend automatisch, auf Grundlage der verfügbaren Informationen: Ihrer Profilangaben, Ihrer Bewertungen und Ihrer Website. Für Sie bedeutet das:

  • Pflegen Sie Leistungen, Einzugsgebiet und Beschreibung vollständig. Was dort nicht steht, kann Google auch nicht beantworten.
  • Beantworten Sie typische Kundenfragen auf Ihrer Website, etwa in einem kurzen Bereich mit häufigen Fragen auf jeder Leistungsseite.
  • Bitten Sie Kunden in Bewertungen ruhig, kurz zu beschreiben, welche Leistung Sie erbracht haben.

Schritt 9: Profil und Website verknüpfen

Profil und Website wirken am besten zusammen. Verlinken Sie im Profil nicht nur pauschal auf die Startseite, sondern auf die Seite, die zur Hauptkategorie passt. Auf der Website sollten dieselben Angaben zu Name, Adresse und Telefonnummer stehen, dazu die Orte Ihres Einzugsgebiets und ein Hinweis auf Ihre Google-Bewertungen. Wie Sie beides technisch und inhaltlich sauber verbinden, erklären wir ausführlich im Beitrag Local SEO für kleine Unternehmen: Website und Google perfekt verknüpfen.

Ihre Routine: 15 Minuten im Monat

  • Neue Bewertungen beantworten
  • Zwei bis drei neue Projektfotos hochladen
  • Einen Beitrag veröffentlichen
  • Öffnungszeiten für Feiertage und Urlaub prüfen
  • Vorgeschlagene Änderungen von Google oder Nutzern kontrollieren

Ein gepflegtes Profil bringt Anfragen. Wenn Sie zusätzlich planbar mehr Anfragen aus Ihrer Region wollen, sprechen wir gern über Anzeigen im Umkreis – in einer kostenlosen Potenzialanalyse.

Häufige Fragen und praktische Antworten

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Profil selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Anzeigen schalten oder die Pflege an einen Dienstleister abgeben.

Kann ich ein Profil ohne Ladengeschäft anlegen?

Ja. Betriebe, die beim Kunden arbeiten, legen ein Einzugsgebiet fest. Empfangen Sie an Ihrer Adresse keine Kunden, blenden Sie die Adresse aus.

Warum erscheint mein Betrieb nicht in der Karte?

Häufige Gründe sind eine unpassende Hauptkategorie, ein unvollständiges Profil, wenige Bewertungen oder eine große Entfernung zum Suchenden. Prüfen Sie zuerst Kategorie, Leistungen und Einzugsgebiet.

Darf ich negative Bewertungen löschen lassen?

Selbst löschen können Sie Bewertungen nicht. Verstößt eine Bewertung gegen die Google-Richtlinien, etwa weil sie beleidigend ist oder nicht von einem Kunden stammt, können Sie sie im Profil melden. Bei rechtlichen Fragen hilft ein Fachanwalt.

Zusammenfassung: Das Profil als Schaufenster Ihres Betriebs

Das Google-Unternehmensprofil ist für Handwerksbetriebe eines der wirksamsten und günstigsten Werkzeuge, um in der Region gefunden zu werden. Mit passender Kategorie, klaren Leistungen, realistischem Einzugsgebiet, echten Fotos, regelmäßigen Beiträgen und gepflegten Bewertungen machen Sie aus einem Eintrag ein Schaufenster, das Anfragen bringt. Wichtig ist die Verbindung zur Website, denn dort entscheidet sich, ob aus Interesse eine Anfrage wird.

BLUE THE WEB unterstützt Handwerks- und Fachbetriebe dabei, Profil, Website und Anzeigen zu einem System zu verbinden: eine Seite, die verkauft, und Anzeigen im Umkreis auf Google sowie Instagram und Facebook. Die Zusammenarbeit läuft drei Monate fest, und Sie sehen laufend, was eine Anfrage kostet.

 

Der erste Schritt ist eine kostenlose Potenzialanalyse: 30 Minuten am Telefon, per Video-Call oder WhatsApp. Buchen Sie direkt hier Ihren Termin.

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Thomas Schmalzl

Thomas SchmalzlGeschäftsführer, BLUE THE WEB

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