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Recruitment

Indeed, Stepstone oder Social Recruiting: Kostenvergleich für Handwerksbetriebe

Was kostet eine Stellenanzeige bei Indeed oder Stepstone, und was kostet Social Recruiting? Wir erklären die Preismodelle nach Angaben der Anbieter und vergleichen sie nach dem, was für Handwerksbetriebe zählt: Reichweite, Aufwand und Kosten pro Bewerbung.

Wer eine Stelle besetzen muss, stellt früher oder später die Frage nach dem Budget. Indeed, Stepstone oder Anzeigen auf Instagram und Facebook: Was kostet das, und was bekommt man dafür? Die ehrliche Antwort ist, dass sich die Modelle kaum direkt vergleichen lassen. Indeed rechnet anders ab als Stepstone, und Social Recruiting funktioniert noch einmal anders.

Hinzu kommt: Der Preis einer Anzeige sagt wenig darüber, was eine Einstellung am Ende kostet. Eine günstige Anzeige, auf die sich niemand Passendes meldet, ist teurer als eine teurere, die die Stelle besetzt.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Preismodelle von Indeed und Stepstone nach Angaben der Anbieter funktionieren, wie sich die Kosten beim Social Recruiting zusammensetzen und wie Sie die drei Wege fair vergleichen: nach Reichweite bei passiven Kandidaten, Aufwand und Kosten pro Bewerbung.

Der richtige Maßstab: Kosten pro passender Bewerbung

Viele Betriebe vergleichen den Preis pro Anzeige. Aussagekräftiger ist eine andere Frage: Was kostet mich eine passende Bewerbung, und wie schnell kommt sie?

Dafür zählen drei Faktoren:

  • Reichweite in der richtigen Zielgruppe: Erreicht der Kanal nur aktiv Suchende oder auch Fachkräfte, die in Arbeit sind?
  • Eigener Aufwand: Wie viel Zeit kosten Einrichtung, Pflege und Auswertung?
  • Kosten pro Bewerbung: Gesamtkosten geteilt durch die Zahl der passenden Bewerbungen.

Im Handwerk ist der erste Punkt besonders wichtig. In Engpassberufen wie Sanitär, Heizung und Klima (2,5 von 3 Punkten) oder Bauelektrik (2,7 von 3) gibt es mehr offene Stellen als verfügbare Fachkräfte (BA-Engpassanalyse 2025). Die Zahl der aktiv Suchenden ist entsprechend klein.

Indeed: kostenlos starten, für Sichtbarkeit pro Klick zahlen

Indeed bietet zwei Wege. Laut Indeed können Arbeitgeber pro Kalendermonat bis zu drei Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen, die jeweils bis zu 30 Tage sichtbar sind. Kostenlose Anzeigen rutschen allerdings in den Suchergebnissen nach hinten, sobald neue Stellen hinzukommen (Stand 2026).

Sponsored Jobs

Wer mehr Sichtbarkeit will, bucht sogenannte Sponsored Jobs. Indeed nutzt dafür nach eigenen Angaben ein Pay-per-Click-Modell. Konkrete Preise nennt Indeed nicht. Stattdessen empfiehlt das Portal ein Budget abhängig von Jobtitel, Standort und Stellenbeschreibung. Abgerechnet wird laut Indeed monatlich oder sobald die Ausgaben 500 € erreichen, je nachdem, was zuerst eintritt (Stand 2026).

  • Stärke: flexibel, ohne lange Bindung, gut für aktiv Suchende.
  • Zu beachten: Die Kosten pro Klick hängen von Beruf und Region ab. In gefragten Handwerksberufen kann der Wettbewerb um Sichtbarkeit hoch sein.

Stepstone: Paketpreise und Abos

Stepstone arbeitet überwiegend mit Paketen. Nach Angaben des Anbieters hängt der Preis einer Stellenanzeige vom gewählten Paket ab. Beworben werden vor allem Jahresabos, bei denen mehrere Stellen gebündelt werden, sowie ein Einstiegspaket für ein oder zwei Jobs zu einem festen Monatspreis, bei dem die Anzeige online bleibt, bis die Stelle besetzt ist (Stand 2026). Eine Anzeige lässt sich mit Stepstone Recruit kostenlos erstellen und als Link teilen. Für die Veröffentlichung auf stepstone.de zahlen Sie.

Konkrete Euro-Beträge veröffentlicht Stepstone auf den geprüften Seiten nicht durchgängig. Holen Sie sich deshalb ein aktuelles Angebot direkt beim Anbieter, die Preise ändern sich je nach Paket und Laufzeit.

  • Stärke: planbare Kosten, große Bekanntheit, gut für Fach- und Führungspositionen.
  • Zu beachten: Abos binden Budget über längere Zeit. Die Zielgruppe sind überwiegend aktiv Suchende.

Social Recruiting: Werbebudget plus Betreuung

Beim Social Recruiting schalten Sie Anzeigen auf Instagram und Facebook im Umkreis Ihres Betriebs. Die Kosten bestehen aus zwei Teilen:

  • Werbebudget: Das Geld, das direkt an die Plattform geht. Sie legen es selbst fest, zum Beispiel als Tages- oder Monatsbudget. Wie viele Menschen Sie damit erreichen, hängt von Region, Zeitraum und Wettbewerb um die Werbeplätze ab.
  • Betreuung: Wenn eine Agentur die Kampagne umsetzt, kommt ein Honorar für Wechselangebot, Texte, Motive, Einrichtung und laufende Optimierung hinzu.

Wer Social Recruiting in Eigenregie betreibt, spart das Honorar, investiert dafür aber Zeit in Anzeigenerstellung, Tests und Auswertung. Ohne Erfahrung geht dabei häufig Budget verloren.

Der Unterschied liegt in der Zielgruppe

Die Anzeige erscheint nicht in einer Suchliste, sondern im Feed von Menschen, die gerade nicht suchen. Damit erreichen Sie auch Fachkräfte in fester Anstellung. Das funktioniert allerdings nur mit einem konkreten Wechselangebot, das in Sekunden zeigt, was ein Wechsel bringt.

Der Vergleich: Reichweite, Aufwand, Kosten pro Bewerbung

Reichweite bei passiven Kandidaten

  • Indeed und Stepstone: gering. Beide Portale werden vor allem von Menschen genutzt, die aktiv suchen.
  • Social Recruiting: hoch, weil die Anzeige Menschen erreicht, die nicht suchen.

 

Eigener Aufwand

  • Indeed: gering bis mittel, je nachdem, wie oft Sie Budgets und Anzeigen anpassen.
  • Stepstone: gering, Anzeige einstellen und Bewerbungen bearbeiten.
  • Social Recruiting: hoch in Eigenregie, gering mit einer spezialisierten Agentur.

 

Kosten pro Bewerbung

Hier gibt es keine seriöse Pauschalzahl. Sie hängen von Beruf, Region, Angebot und Qualität der Anzeige ab. Messen Sie deshalb selbst: Gesamtkosten des Kanals geteilt durch die passenden Bewerbungen. Beim Social Recruiting sollten Sie diese Kennzahl während der Kampagne laufend sehen können.

Rechenbeispiel: Was die offene Stelle kostet

Um Kosten richtig einzuordnen, hilft der Blick auf die andere Seite der Rechnung: den Umsatz, den eine unbesetzte Stelle rechnerisch nicht erwirtschaftet. Grundlage ist der durchschnittliche Umsatz je tätiger Person:

  • Installateur und Heizungsbauer: 144.644 € pro Jahr, rund 657 € pro Arbeitstag.
  • Elektrotechniker: 148.730 € pro Jahr, rund 676 € pro Arbeitstag.
  • Dachdecker: 128.799 € pro Jahr, rund 585 € pro Arbeitstag.

Quelle: Destatis Handwerkszählung 2024. Umsatz, nicht Gewinn; gerechnet mit 220 Arbeitstagen.

Bleibt eine Stelle im Elektrohandwerk einen Monat länger offen, also etwa 18 Arbeitstage, fehlen rechnerisch über 12.000 € Umsatz. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, welcher Kanal am wenigsten kostet, sondern welcher Ihre Stelle am schnellsten mit einer passenden Fachkraft besetzt.

Die Anzeige entscheidet über die Kosten pro Bewerbung

Egal welcher Kanal: Eine Anzeige mit Floskeln treibt die Kosten pro Bewerbung in die Höhe, weil sich kaum jemand meldet. Eine Anzeige mit konkretem Wechselangebot senkt sie. Wie Sie aus einer Standardanzeige ein Wechselangebot machen, lesen Sie in unserem Beitrag Stellenanzeige im Handwerk: Warum sich niemand meldet und was ein Wechselangebot anders macht.

Unser kostenloser Leitfaden „Das Wechselangebot“ enthält außerdem ein Rechenblatt für die Kosten Ihrer offenen Stelle, die vier Wechselgründe Ihres Gewerks und einen 30-Tage-Plan.

Zum kostenlosen Leitfaden „Das Wechselangebot“

Häufige Fragen und praktische Antworten

Was kostet eine Stellenanzeige bei Stepstone?

Das hängt vom gewählten Paket ab. Stepstone bietet vor allem Jahresabos und ein Einstiegspaket mit festem Monatspreis an. Aktuelle Preise erhalten Sie direkt beim Anbieter.

Ist eine Anzeige bei Indeed kostenlos?

Laut Indeed sind bis zu drei Anzeigen pro Monat kostenlos, mit eingeschränkter Sichtbarkeit (Stand 2026). Für mehr Reichweite bezahlen Sie per Klick.

Ist Social Recruiting teurer als eine Stellenbörse?

Nicht zwingend. Sie zahlen Werbebudget und gegebenenfalls Betreuung, erreichen aber auch Fachkräfte, die auf Stellenbörsen nie auftauchen. Entscheidend sind die Kosten pro passender Bewerbung.

Welche Garantie gibt BLUE THE WEB?

Kommt in den drei Monaten einer Kampagne keine qualifizierte Bewerbung, arbeiten wir ohne Betreuungshonorar weiter, bis qualifizierte Bewerber kommen. Das Werbebudget tragen weiterhin Sie.

Zusammenfassung: Nicht der Anzeigenpreis zählt, sondern die Besetzung

Indeed rechnet Sponsored Jobs per Klick ab, Stepstone setzt auf Pakete und Abos, Social Recruiting besteht aus Werbebudget und Betreuung. Alle drei Wege haben ihre Berechtigung. Stellenbörsen erreichen aktiv Suchende, Social Recruiting erreicht zusätzlich die Fachkräfte, die in Arbeit sind. Vergleichen Sie deshalb nicht den Anzeigenpreis, sondern die Kosten pro passender Bewerbung.

BLUE THE WEB setzt Recruiting-Kampagnen auf Instagram und Facebook mit dem richtigen Wechselangebot im Umkreis Ihres Betriebs um. Werbebudget und Betreuung sind dabei klar getrennt, Kennzahlen sehen Sie laufend. Jede Kampagne läuft drei Monate fest. Kommt keine qualifizierte Bewerbung, arbeiten wir ohne Betreuungshonorar weiter, bis qualifizierte Bewerber kommen.

 

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